ecomento.de: e.GO Mobile AG-Chef: "Wir machen so ziemlich alles anders als Tesla"

Die e.GO Mobile AG will ab diesem Jahr den europäischen Markt für Elektroauto-Kleinwagen bedienen und sich als innovative, umweltfreundliche Alternative zu den großen Herstellern etablieren. Gelingen soll dies mit einem eher reichweitenschwachen, dafür aber vergleichsweise günstigen Stromer. Das Aachener Startup setzt dabei auf eine möglichst effiziente Produktion.

Dass die Serienfertigung von erschwinglichen Autos kein leichtes Unterfangen ist, spürt derzeit Elektroauto-Pionier Tesla – Firmenchef Elon Musk sprach zuletzt wiederholt von einer “Produktionshölle”. Die e.GO Mobile AG verfügt über deutlich weniger Kapital und Personal als Tesla, hat bei der Fertigung aber einen bedeutenden Vorteil: Der Gründer und Geschäftsführer Günther Schuh ist Professor für Produktionstechnik.

“Wir machen so ziemlich alles anders als Tesla”, sagte Schuh im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. “Ich bin in der Fertigungsentwicklung seit 25 Jahren zu Hause. Die Produktion ist für mich der Himmel und nicht die Hölle.” Der 59-Jährige leitet seit über 15 Jahren den Lehrstuhl für Produktionssystematik an der RWTH Aachen und ist nebenher unternehmerisch tätigt. 2010 hat er den Elektro-Transporter-Hersteller StreetScooter gegründet, nach dessen Übernahme durch die Deutsche Post widmet sich Schuh nun Elektro-Pkw für die Masse.

Der Stadt-Flitzer e.GO Life rollt bereits als Vorserie vom Band, die ersten Kunden sollen Ende des Jahres beliefert werden. “Wir haben in nur 16 Monaten eine bildschöne Fabrik vom ersten Entwurf an aufgebaut”, so Schuh. Für das Werk und weitere geplante Produktionsstätten kann der Professor auf Erfahrungen mit fast allen Autoherstellern zurückgreifen.

 

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