VISION mobility: eMove360° Think Tank: Mehr Tempo bei der Dekarbonisierung der letzten Meile

Podiumsveranstaltung auf der Messe in München stellt nachhaltige Konzepte für die urbane Mobilität in den Mittelpunkt. Appell des BEM: "Wir müssen jetzt anfangen mit der Dekarbonisierung!" Große Potenziale in e-Cargobikes und Leichtfahrzeugen.

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Tempo wie im Pferdezeitalter: Neue Konzepte dringend nötig

Ein "Tempo wie im Pferdezeitalter" konstatierte daran anknüpfend Matthias Kreimeier, Vice President Sales bei der ambitionierten Firma e.GO Mobile AG, dem aktuellen Stadtverkehr. Er präsentierte auf dem Podium den autonom und elektrisch fahrenden Kleinbus Mover als universellen "Problemlöser" für urbane Mobilitätsfragen. Nach seinem Dafürhalten sei das Verkehrssystem wie es ist mit all seinen Staus und Stockungen nicht mehr aufrechtzuerhalten. "Wir brauchen dringend neue Ansätze und Konzepte auch im ÖPNV, der unbedingt gestärkt werden muss", forderte der Mobilitätsmanager. Systeme wie der Mover könnten die Städte dabei unterstützen, den öffentlichen Nahverkehr auf unrentablen Städten zur Alternative zum Auto zu machen. Das Konzept, das bereits im nächsten Jahr in mit ZF-E-Antrieb in Serie gehen und auch als Cargo-Variante für City-Logistiker kommen soll, kombiniert den emissionsfreien elektrischen Antrieb, der künftig für fernere Strecken noch um eine Fuel-Cell-Variante ergäntzt werden soll, mit der Technik für autonomes Fahren auf Level 4. Der Mover soll bis zu zehn Stunden betriebsfähig sein, nimmt mit fünf Meter Länge und zwei Meter Breite nicht mehr Platz weg als ein Standard-Pkw und befördert bis zu 15 Personen bei einer Nutzlast von 2.100 Kilogramm. Nach Kreimeiers Vorstellung könnten in der Zukunft Mobilitätshubs am Stadtrand zum Tausch auf emissionsfreie Fahrzeugformen dienen. Dort könne man entscheiden, ob man mit einem E-Bus, einem E-Bike oder E-Scooter die Fahrt fortsetzt oder einen kleinen und leichten E-Pkw wählt. Einen solchen hat der Hersteller, der aus einem Start-Up an der RTHW Aachen entstand, ebenfalls jüngst vorgestellt. Der Kleinwagen e.GO Life soll gleichfalls im nächsten Jahr in Serie produziert werden. "Die Urbanisierung führt zu einer Überlastung der innerstädtischen Verkehrsinfrastruktur und zu erhöhten Emissionen. Es besteht dringender Handlungsbedarf, der mit verschiedenen Fahrzeugkonzepten adressiert werden muss", appellierte Kreimeier abschließend.

 

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