"Batterien für E-Autos werden nicht viel billiger!"

Mit der Entwicklung des StreetScooters hat sich der Aachener Professor Günther Schuh ins Rampenlicht katapultiert. Nun will er mit dem Kleinwagen e.GO Life für Furore sorgen. Wir haben ihn im Interview.

Die Adresse klingt ein bisschen nach West-Hollywood: Campus Boulevard 30. Und die Anziehungskraft ist hoch. Gerade strömt eine japanische Delegation aus dem Büro von Günther Schuh in Aachen, der durch das StreetScooter-Projekt bekannt wurde.

Sie haben den StreetScooter für DHL entwickelt und gehen dieses Jahr mit dem e.GO Life an den Verkaufsstart. Bezeichnen Sie Ihr Unternehmen als Start-up?

Schuh: Nach zweieinhalb Jahren, die wir mit e.GO existieren, sind wir zwar per Definition ein Start-up, aber wir fühlen uns nicht so. Wir beanspruchen keinen Welpenschutz in dem Sinne, dass wir bestimmte Dinge nicht könnten. Aber grundsätzlich ist es natürlich schön, dass so eine intensive Start-up-Szene im Automotive-Bereich existiert. Das gab es früher so nicht.

Ist die Post eigentlich auf Sie zugekommen?

Schuh: Ja. Und bei der Anfrage war uns sofort klar, dass das kein Verbrenner wird. Bei der so spezifischen Beanspruchung der Transporter mit vielen Starts und Stopps hätte man in den Städten eigentlich immer schon auf Elektromobilität setzen sollen. Der Diesel geht hier zu schnell kaputt. Die Post ist aber extrem sparsam und wollte dafür praktisch keinen Euro bezahlen. Deshalb hat sie uns mit der Anforderung konfrontiert, dass die Gesamtbetriebskosten nicht höher werden dürfen als bei vergleichbaren Verbrennerfahrzeugen.

 

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