WELT.de: Hologramm im fahrenden Wagen - Telekomfirmen buhlen um Autobranche

Datenströme werden immer wichtiger – auch in der Autobranche. Gute Perspektiven also für Telekommunikationskonzerne, schließlich sollen sie die Netze bereitstellen. Doch manch Autohersteller hat andere Pläne – und möchte das 5G-Netz in seinem Werk selbst betreiben.

Es ist dunkel im Innenraum, als der Kleinbus auf einem Testgelände bei Aachen losruckelt. Dann erscheint Hannes Ametsreiter als Abbild in einer Art Videotelefongespräch.

Der Deutschland-Chef von Vodafone verkündet eine Premiere. Erstmals werde mit dem 5G-Mobilfunkstandard ein Hologramm in ein fahrendes Auto übertragen, erklärt der Manager. Und ergänzt: „Der Fahrersitz wird im Auto der Zukunft zur Fernsehcouch – oder zum Bürostuhl.“ Vodafone hat in dem Testzentrum 5G-Antennen in Betrieb genommen, um deren Kompatibilität mit Autoanwendungen zu testen – und zum Auftakt zur Hologramm-Premiere geladen.

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Hologramm-Telefonie – nur ein Werbegag oder ernst gemeintes Geschäftsmodell? „Es gibt eine gewisse Möglichkeit, dass diese Services sich in der Zukunft durchsetzen können – wenn sie wirklich gut sind“, sagt der Manager. Bei der Testfahrt erscheint sein Bild in einem Elektrokleinbus der Firma e.GO, der autonome Fahrfunktionen hat. Doch die sind nicht aktiviert. Es sitzt jemand am Steuer und lenkt.

Die Werbeveranstaltung von Vodafone Anfang dieser Woche ist ein Beispiel dafür, dass der Automobilbereich für Telekommunikationskonzerne immer wichtiger wird. Ob Daimler, BMW oder VW – sie alle arbeiten an (teil)autonomen Funktionen, um die Sicherheit zu erhöhen und den Komfort zu verbessern.

 

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