Erlebniswelt Mobilität Aachen

Motivation und Vorgehen

 

Als zunächst noch lokal verankerte Initiative adressiert die Erlebniswelt Mobilität Aachen zentrale Themenfelder im Schwerpunktbereich gesellschaftlicher und technologischer Aspekte neuartiger Mobilitätskonzepte. Die angestrebten Ziele im Rahmen der Initiative gewinnen insbesondere vor dem Hintergrund des nordrhein-westfälischen Koalitionsvertrages (Zeitrahmen: 2017-2022) und in Anbetracht der momentanen gesellschaftlichen und politischen Diskussionen zum Problemfeld der innerstädtischen Luftqualität und Verkehrsverdichtung in Aachen eine besondere Bedeutung. Die Erlebniswelt Mobilität Aachen geht dabei mit dem Ziel einer technologieübergreifenden Demonstrations-, Erprobungs- und Integrationsplattform für Bürger, Stadt und Projektpartner als Leuchtturmprojekt voran.

Forschungsziele

 

Elektromobilität, Luftreinhaltung und Klimaschutz

In der Erlebniswelt Mobilität Aachen werden konkrete Konzepte aus der Zukunft der Elektromobilität im Individualverkehr und im ÖPNV durch gezielte Darstellung in einem Demonstrations- und Erprobungsbetrieb erfahrbar gestaltet. Unterstützende Technologien für die Verbreitung und Durchsetzung der Elektromobilität, wie beispielsweise das Spektrum der Ladetechniken und deren Integration in die Stadt und den persönlichen Alltag der Bürger, werden dabei im Themenfeld neuer Antriebssysteme begleitend betrachtet. Zusätzlich werden in mehreren Ladeinfrastruktur-Workshops mit internen und externen Partnern aus Forschung, Industrie und öffentlichen Institutionen die Perspektiven der Technologie und flächendeckenden Bereitstellung dieser Ladetechniken in den Mittelpunkt gerückt. Neben der direkten Demonstration und Erprobung der betrachteten Techniken im Stadtgebiet wird unterstützend auch auf physische Orte der Begegnung gesetzt. Im Rahmen dessen ist ein Popup-Store im Innenstadtkern der Stadt Aachen geplant. Hier soll den Bürgern Hintergrundinformationen gegeben und Mitwirkungsmöglichkeiten für die Bürger angeboten werden. Neben dieser physischen Anlaufstelle wird zudem eine digitale Plattform geschaffen um beispielsweise auch soziale Medien als Kommunikationsinstrument zu nutzen.

Digitalisierung, Mobilitätszugang und Intermodalität

Im Verlauf der Erlebniswelt Mobilität Aachen sollen zunächst Daten zum lokalen Mobilitätsverhalten und zur Verkehrsführung in Aachen mit der Unterstützung verschiedener Partner erhoben werden. Im Zuge dessen wird eine Begleitstudie zum Mobilitätsverhalten der Bürger und dazugehörigen Wünschen der Bürger hinsichtlich innovativer Mobilitätskonzepte aufgesetzt, um Entscheidungsgrundlagen zu erhalten und eine Messbarkeit der Effekte sicherzustellen. Im Bereich der digitalen Mobilitätskonzepte werden flexible ÖPNV-Konzepte im Teilprojekt „Smart Hiking“, und urbane Logistikanwendungen im Teilprojekt „Smart Delivery“ untersucht. Der Betrieb neuer Anwendungen in einem gestaffelten Aufbau verschiedenartiger städtischer Erprobungsgebiete soll die Vorteile einer vereinfachten Mobilitätsplanung und einem nahtlos übergreifenden Betrieb verschiedener Verkehrsträger aufzeigen. Dabei werden im Projekt aber auch die Aspekte des Datenschutzes und des niederschwelligen Zugangs zu diesen Anwendungen im Blick behalten.

Infrastruktur, Vernetzung und Automatisiertes Fahren

In der Erlebniswelt Mobilität Aachen sind in einem offenen Konzept unter der Nutzung verschiedener Verkehrsmittel gleichermaßen der Individualverkehr und der ÖPNV verankert und adressiert. Im Bereich des Individualverkehrs werden neben dem vorgestellten Spektrum der Elektromobilität auch Techniken zum automatisierten Parken mit den Vorteilen der Zeitersparnis, des Komforts und der innerstädtischen Flächenzurückgewinnung gezeigt und für den Bürger im Demonstrationsbetrieb nutzbar gemacht. Der Schwerpunkt des automatisierten Fahrens als Shuttle-Pilotbetrieb mit einer frühzeitigen Erprobung in Regulatory Sandboxes wird in einem mehrstufigen Rahmen zunächst in der Umgebung des Aachener Campus-Gebietes gestartet und dann sukzessive in komplexere städtische Umgebungen überführt. Dabei werden nicht nur technische Aspekte, sondern auch Faktoren der Kommunikation zwischen Mensch und automatisiertem Fahrzeug, beispielsweise durch Lichtzeichen, und rechtliche Rahmenbedingungen betrachtet. Das Campus-Gebiet bietet weiterhin als zentrales Erprobungsgebiet die Möglichkeit, zunächst lokal und zeitlich begrenzt intelligente Infrastruktur wie vernetzte Ampelsysteme, aber auch Szenarien der Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation zu erproben und darzustellen. Auf übergreifender Ebene, zur Vernetzung der Verkehrsflussinformationen, Fahrzeuge und weiterer Informationsebenen der Stadt, wird ein System zum Verkehrsmanagement 4.0 die Zusammenführung dieser Informationen ermöglichen, um Entscheidungen für den Stadtverkehr abzuleiten. Übergreifend werden in diesem urbanen Innovationsnetzwerk auch innovative Mobilitätslösungen generiert, die dann wiederum als Grundlage für die Konzeption neuartiger Geschäftsmodelle dienen. Sowohl bei der Konzeption als auch bei der Erprobung werden die Bürger zu jedem Zeitpunkt integriert, so dass die Bedürfnisse der Gesellschaft adressiert und aktiv eingebracht werden.

Forschungs- und Projektpartner

Kernpartner Assoziierte Partner 
  • ASEAG

  • Ericsson

  • e.GO Mobile AG

  • FEV Europe GmbH

  • Ford-Werke GmbH

  • Lumileds

  • RWTH Aachen

  • Stadt Aachen

  • ASEAG Reisen GmbH

  • CanControls GmbH

  • Dialego AG

  • ENERGIELOFT

  • ika, HCIC, IAW, ISB, PEM der RWTH Aachen

  • regio iT

  • S O NAH UG

  • STAWAG

 

Laufzeit

Phase 1: 14.05.2018 – 31.04.2021

Phase 2: Verstetigung durch die Gründung einer eigenen Entität

 

 



Die offizielle Homepage der Erlebniswelt:

www.erlebniswelt.ac

 

Ansprechpartner

Dr. Markus Kowalski

E-Mail: markus.kowalski@e-go-mobile.com


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