Research

ZUKUNFT GESTALTEN

Die Forschungsabteilung der e.GO Mobile AG beteiligt sich gemeinsam mit universitären und industriellen Partnern an Forschungs- und Verbundprojekten, die die Forschung und Entwicklung zukunftsweisender Technologien verfolgen. Führendes universitäres Know-how wird auf diese Weise mit der industriellen Praxis verbunden und sichert nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit des Entwicklungs- und Produktionsstandorts Deutschland. Innovative Projektideen werden in interdisziplinären Konsortien konzeptioniert, entwickelt und durch Prototypen validiert, um einen Beitrag zur bundesweiten Etablierung von elektrischen und automatisierten Fahrzeugflotten zu leisten und die Zukunft der Mobilität mitzugestalten.

In den Forschungs- und Verbundprojekten der e.GO Mobile AG sehen wir uns dabei, vor dem Hintergrund der Produktion unseres elektrischen Stadtautos e.GO Life, insbesondere als Anwendungspartner aus der industriellen Praxis. Gleichzeitig entwickeln wir, unter anderem auf Basis des elektrischen und automatisierten e.GO Movers, neue Mobilitätskonzepte, die neben dem automatisierten Fahren die Intermodalität in den Mittelpunkt stellen. Über diese Schwerpunkte bieten wir unseren Partnern aus Industrie, Forschung und Gesellschaft einen vielfältigen Mehrwert und Zugang zu einem großen Forschungsnetzwerk.

 


Für weitergehende Fragen zu Forschungskooperationen und -projekte steht Ihnen der Abteilungsleiter gerne als Ansprechpartner zur Verfügung:

Dr. Michael Riesener

Head of Research

E-Mail: michael.riesener@e-go-mobile.com

 



FORSCHUNGSFELDER

Die e.GO Mobile AG beschäftigt sich mit einer Vielzahl von Forschungsfeldern. Diese sich immer wieder wandelnden Schwerpunkte werden iterativ durch die großen technologischen und gesellschaftlichen Trends unserer Zeit geprägt. Aktuell zeigt sich dies insbesondere durch die Urbanisierung und das gesteigerte Mobilitätsbedürfnis der Menschen, welche als gesellschaftliche Trends Herausforderungen für die Zukunft in Form von Verkehrsinfarkten, verringerter Luftqualität und verschlechterter Lebensqualität im urbanen Umfeld definieren. Gleichzeitig bieten die Digitalisierung und die Vernetzung aller Lebensbereiche auf der einen Seite und die Automatisierung elektrifizierter Fahrzeuge auf der anderen Seite einen Lösungsansatz, um diesen Herausforderungen zu begegnen.



Durch das automatisierte Fahren werden vollkommen neue Mobilitätsszenarien möglich, die das Leben der Menschen auf vielfältige Weise verbessern können. An erster Stelle steht dabei die Sicherheit der Passagiere und umgebenden Verkehrsteilnehmer, die über die Automatisierung deutlich erhöht wird und dabei im Fokus der Entwicklung steht. Die dazu entwickelten automatisierten Fahrfunktionen, bestehend aus den Komponenten Wahrnehmung, Fusion, Entscheidung und Aktorik, werden von unseren Experten hinsichtlich der funktionalen Sicherheit eingehend betrachtet, bewertet und zielgerichtet weiterentwickelt. Auch in der Forschung werden diesbezüglich kommende Technologien vorangetrieben.

Neben der Sicherheit stehen beim automatisierten Fahren sowohl der Komfort als auch der Weg zur uneingeschränkten Mobilität, z.B. für ältere Generationen, im Vordergrund. Die Möglichkeit, dass der Fahrer sich nicht mehr vollumfänglich auf die Umgebung und die Fahrzeugführung konzentrieren muss, ermöglicht es  zudem, anderen entspannenden und produktiven Tätigkeiten nachzugehen. Diese neue Art der Mobilität, bei der sich die automatisierten Fahrzeuge in das Verkehrssystem integrieren, begreift die e.GO Mobile AG als Chance, für jeden Einzelnen einen Mehrwert zu schaffen.

 

Die Batterie ist nicht nur ein essentieller Bestandteil von rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen, sondern ist auch in Hybridfahrzeugen, in Kombination mit einer Brennstoffzelle oder eines Verbrennungsmotors, eine wichtige Komponente. In elektrisch betriebenen Fahrzeugen stellt sie die Antriebsenergie bereit und ermöglicht so eine emissionsfreie Fortbewegung. Damit hilft sie maßgeblich dabei, die zu einem zentralen Thema gewordene Luftqualität, im urbanen Raum zu verbessern.

Um den Erfolg der Elektromobilität weiter voranzutreiben, streben unsere Experten gemeinsam mit einem starken Partnernetzwerk danach, die Topologie der Batteriesysteme hinsichtlich eines zuverlässigen und kosteneffizienten Betriebs sowie der Verbesserung der Lebensdauer immer weiter zu optimieren. Insbesondere die Lebensdauer lässt sich über die Optimierung des Betriebsbereichs eindeutig verbessern. Mit dem Ziel die Nachhaltigkeit unserer Fahrzeuge durch eine Verlängerung des Produktlebenszyklus fortlaufend zu optimieren, steht bei der e.GO Mobile AG unter anderem die Erforschung modular aufgebauter Batterien und deren Systemintegration im Fokus.

Insbesondere für Fahrzeuge, die über den ganzen Tag hinweg im Betrieb sind, sowie für den nicht urbanen Verkehr bietet die Brennstoffzelle aus Sicht der e.GO Mobile AG eine zukunftsweisende Lösung. Die Brennstoffzelle ist eine Schlüsseltechnologie, die die Elektromobilität in unserer Gesellschaft konsequent weiterführt. Als Teilsystem eines Hybridfahrzeugs ermöglicht die Brennstoffzelle in Kombination mit einer Batterie hohe Reichweiten und eine schnelle Betankung. Die emissionsfreie und geräuscharme Mobilitätserfahrung eines Elektrofahrzeuges bleibt dabei erhalten und macht dadurch die nachhaltigen Mobilitätsdienstleistungen zu einem Erlebnis für den Nutzer und seine Umgebung.

Aufgrund dieser Vorteile ist die Brennstoffzelle auch für die e.GO Mobile AG als Fahrzeughersteller und Mobilitätsdienstleister eine interessante Technologie. Das Ziel der Forschungsarbeiten ist es daher die möglichen Einsatzfelder zu identifizieren und die entsprechenden technischen, systemischen und infrastrukturellen Schritte gemeinsam mit Forschungspartnern einzuleiten.

Geschäftsmodelle neu- und weiterzuentwickeln gilt als entscheidend für einen langfristigen Erfolg. Studien belegen, dass innovative Geschäftsmodelle einen größeren Beitrag zum Wettbewerbsvorteil leisten als Innovationen im Produkt- und Servicebereich. Paradoxerweise steht jedoch die Entwicklung und Verankerung von Geschäftsmodellinnovation in Organisationen noch immer nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit. Diese Diskrepanz lässt sich unter anderem dadurch erklären, dass bis heute kaum Methoden existieren, die eine systematische Entwicklung von Geschäftsmodellinnovation ermöglichen.

Die e.GO Mobile AG strebt daher in Partnerschaftsnetzwerken nach aufschlussreichen Erkenntnissen im Bereich datenbasierter Geschäftsmodelle und Geschäftsmodellinnovationen. Einen Hauptschwerpunkt der Forschungsaktivitäten bildet die Entwicklung einer Konstruktionsmethodik zur systematischen Entwicklung und Umsetzung innovativer Geschäftsmodelle im Bereich der Mobilität. Ferner wird der Einfluss von Strukturen, Prozessen und der Organisationskultur auf den Erfolg von Geschäftsmodellen untersucht. Ausgehend von technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen wird mit unterschiedlichen Forschungsansätzen ein Beitrag zur praxisnahen Erprobung datenbasierter Geschäftsmodelle geleistet und neue Aktivitätsfelder im Mobilitätsbereich werden erschlossen.

Zum Erfolg der Elektromobilität gehört in den Augen der e.GO Mobile AG neben der Entwicklung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen auch die Etablierung einer intelligenten Ladeinfrastruktur, die abhängig vom Einsatzszenario konduktiv oder induktiv ausgeführt ist. Es gilt dabei den Ladevorgang intuitiv und komfortabel zu gestalten, um ihn rund um den Menschen aufzubauen. Zu dieser Ausrichtung gehören die Entwicklung eines Systems zur vereinfachten Suche eines naheliegenden Ladepunktes, ein über verschiedene Anbieter hinweg einheitliches Buchungs- und Bezahlsystem, sowie neuartige Lösungen zur Nutzung des elektrisch betriebenen Fahrzeugs als intelligenter Stromspeicher.

Insbesondere die intelligente Stromentnahme und –einspeisung durch das Fahrzeug, hat das Potential für die Menschen einen monetären Mehrwert zu bieten und damit die Akzeptanz der Elektromobilität mittelfristig zu erhöhen. Durch solche Systeme wird die eigentliche Mobilität querfinanziert, sodass die Gesamtkosten der Elektromobilität für den Besitzer eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs reduziert werden können. Gemeinsam mit verschiedenen privaten und öffentlichen Partnern arbeiten wir daher daran, diese Konzepte im Rahmen verschiedenster Kooperationen umzusetzen.

Die weltweit fortschreitende Urbanisierung stellt Städte vor ökologische, wirtschaftliche und soziale Herausforderungen. Organisationen interagieren im Zuge dessen mit einer hohen Dynamik und in unterschiedlichen Innovationszyklen. Städte müssen daher lernen, mit globalen Megatrends wie Ressourcenknappheit, demographischem Wandel aber auch mit steigendem Wohlstand umzugehen. Folglich stellt der urbane Raum ein wichtiges Feld für innovative Technologien und intelligente Konzepte für nachhaltige Entwicklungen dar.

Die e.GO Mobile AG greift diese Innovationsumgebung auf und dient als neutrale Wissensplattform für die Zusammenführung bereits bestehender Ansätze. Gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft, Forschung und Repräsentanten von Städten werden Entwicklungspotenziale und Lösungsstrategien in städtischen Systemen erschlossen, aber auch bevorstehende Technologiesprünge und disruptive Entwicklungen für die Stadt von morgen identifiziert und neue Produktsysteme und Geschäftsmodelle dafür konzipiert.

Das Ziel der Forschungsaktivitäten ist es herauszustellen, welche technischen, systemischen und politischen Konzepte und Instrumente notwendig sind, um den Herausforderungen von steigendem Mobilitätsbedarf, schwindenden Ressourcen, Klimawandel und Bevölkerungswachstum zu begegnen. Hierbei sind insbesondere die Bedarfe im Bereich der Mobilität zu identifizieren und in Systeminnovationen für die Ausgestaltung zukünftiger urbaner Lösungen zu überführen.

Die Digitalisierung und die uneingeschränkte Vernetzung sind für die Unternehmenswelt essentiell. Sie eröffnen neue Möglichkeiten die eigenen Prozesse vom Einkauf über die Entwicklung bis hin zur Produktion und dem Vertrieb über zahlreiche Datenquellen ganzheitlich transparent zu betrachten. Insbesondere in der Produktion können damit, über die Vernetzung von Cyber-physischen Systemen (CPS) und einer darauf ausgelegten Produktionssteuerung (CPPS), enorme Potentiale ausgeschöpft werden. Die Maschinen arbeiten mit dem Menschen kooperativ zusammen, sodass dieser weiterhin in die Produktion einbezogen ist und durch Technologien wie Augmented Reality bei der Arbeit unterstützt wird. In der Produktion 4.0 kommunizieren demnach Menschen, Maschinen und Ressourcen, ähnlich wie in einem sozialen Netzwerk, miteinander und können flexibel auf Produktänderungen reagieren.

Interne Transparenz in Unternehmen und eine gelebte Produktion 4.0 ermöglichen die steigende Nachfrage individueller Kundenwünsche zeitnah zu adressieren. Aufgrund dessen arbeitet die e.GO Mobile AG, wie in der Softwareindustrie, anstatt mit Design Freezes mit Releases ihrer Fahrzeuge und nutzt den hoch-iterativen „Change Request“. Mit dieser Methode kann auf die kürzer werdenden Produktlebenszyklen mit einer agilen Entwicklung und Produktion reagiert werden.

Veränderungen im urbanen Raum und technische Entwicklungen haben zu einem Umdenken in der Mobilität geführt. Während der Mobilitätsbedarf weltweit wächst und ein wichtiger Indikator für Wachstum und Lebensqualität ist, beeinflusst die steigende Mobilität im derzeitigen Format Mensch und Umwelt auch durch die Freisetzung von klima- und gesundheitsschädlichen Emissionen, Lärm und der Versiegelung von natürlichen Flächen.

Daher sind neuartige und ganzheitliche Mobilitätslösungen notwendig. Die e.GO Mobile AG entwickelt gemeinschaftlich mit Partnern in der Form von Innovationsnetzwerken nachhaltige Mobilitätslösungen, die in Pilotprojekten zunächst erprobt und anschließend im urbanen Raum implementiert werden.

Ein bedeutender Baustein ist hier die Intermodalität. An sogenannten intermodalen Mobility Hubs kann das Fortbewegungsmittel bedarfsgerecht gewechselt werden und eine nutzerorientierte Systemoptimierung angeboten werden. In Folge dessen sorgt der Mobility Hub für eine räumliche Vernetzung unterschiedlicher Mobilitätslösungen und -dienstleistungen an einem urbanen Knotenpunkt: Bike-sharing, Car-sharing, ÖPNV, intuitive und personalisierte Buchungs- und Guidance-Systeme, smarte Ladeinfrastruktur, intelligentes Parken sowie neue Raumnutzungskonzepte können hierbei für die Gesellschaft erfahrbar gestaltet werden.

 



Konsortialprojekte:

Erlebniswelt Mobilität Aachen

Gemeinsam die Zukunft erfahren

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Automatisiertes Valet Parken

AVP im Parkhaus auf dem RWTH Aachen Campus

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Forschungs- und Verbundprojekte:

cyberKMU²

Cyber-physische Systeme von kleinen und mittleren Unternehmen für kleine und mittlere Unternehmen

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imPROvE

Modularer Energiebaukasten für Fabriken: integrierte modulare Produktions- und Energieplanung

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Drahtlos

Drahtlose Kopplung von Fahrzeug und Smart-Home

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ProeK

Produktionseffizienz in der Kleinserie

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LoCoMo

Low-Cost Montagestrukturen

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iModBatt

Industrial modular battery pack concept

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UrbanMove

Urbane Mobilitätslösung auf Basis emissionsfreier autonomer PeopleMover

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ALigN

Ausbau von Ladeinfrastruktur durch gezielte Netzunterstützung

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